Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten. Weiterlesen...

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Dienstag
Mai142013

Nicht der Ad-Blocker ist das Problem, sondern der gemeine Werber und seine Verwalter.

© Levente Janos - Fotolia.comIch habe zwar einen "Keine Werbung"-Kleber am Briefkaste und ich schaue, wenn überhaupt, nur aufgezeichnet fern, damit ich die Werbespots überspringen kann, aber ich habe noch nie eine Ad-Blocker verwendet und habe das auch in Zukunft nicht vor.

Der Grund dafür ist aber nicht in einem neuen moralischen Imperativ zu finden, den uns einige Zeitungsverlage derzeit einzutrichtern versuchen. Es ist ganz einfach: Die Werbung im Netz stört mich in der Regel nicht und dort wo sie mich stört, gehe ich nicht mehr hin.

Werbung finde ich prinzipiell gut. Das Problem ist aber, dass viele Werbung entweder sehr schlecht ist und/oder sich mir aufdrängt, obwohl sie nichts mit meinen Bedürfnissen zu tun hat, und mich davon abhält die Inhalte zu nutzen, die ich will.

Prospekte die ungefragt in den Briefkasten flattern, Webespots die sich zwischen Sendungen drängen oder immer öfter im Netz vor den eigentlichen Inhalt, Online-Banner die sich ungefragt über den von mir gesuchten Text legen, usw. sind alles Werbeformen die den potentiellen Kunden nicht ernst nehmen. Sie respektieren den freien Willen ihres Kunden nicht und das ist eine denkbar schlechte Startposition für eine prosperierende Partnerschaft.

Werbung im Netz, die im Kontext der Inhalte die ich nutze platziert ist, und nicht derart penetrant daher kommt, dass sie meine eigentlich Absicht stört, kann durchaus nützlich sein.

Noch besser ist es, die Werbung zum eigentlichen gewollten Inhalt zu machen. Wenn TV-Spots auf Youtube, Twitter & Facebook geteilt werden, wenn Corporate-Blogpost weitergeleitet werden, wenn White Papers und eBooks, die ein Produkt oder eine Technologie erklären, kopiert werden, dann ist Werbung offenbar nützlich und dann hat sich auch ihre Berechtigung.

Das Problem ist, dass die meisten Menschen, die Werbebudgets verwalten, eben das sind, was sie tun. Sie sind Verwalter. Der potentielle Kunde (der Adressat der Werbung) interessiert sie nicht. Für sie gibt es da draussen keine Menschen, sondern nur Pakete à Tausend Kontakte. Darum bezeugen Sie diesen gegenüber auch keinen Respekt. Sie wünschten sich am liebsten eine Welt in der wir per Gesetzt gezwungen würden, pro Tag ein bestimmte Anzahl Minuten ihrer extrem schlechten Werbung über uns ergehen zu lassen. So könnten Sie noch simplere Excel-Sheets verwenden um Ihre Werbebugdets, bzw. ihre Tausenderkontaktpakete zu verwalten.

Zurück zum Ad-Blocker. Im Netz gibt es zum Glück genug Alternativen. Ich muss keine Websites aufsuchen deren Werbung mich nicht als mündigen Menschen respektiert. Seiten, die mir dauernd Interstitials und andere ach so "innovative" Werbeformate vor die Nase stellen, nutze ich einfach nicht mehr.  Meistens haben diese Websites eh nur schlechten Content. Und wie gesagt, dem Ad-Blocker traue ich nicht. Vor allem traue ich ihm nicht zu, die Werbung zu zeigen, die gerne gesehen hätte.

Der Aufruf einiger Verleger aber, dass wir quasi aus moralischen Gründen auf den Ad-Blocker verzichten sollten, zielt völlig daneben. Diese Verleger sollten sich besser überlegen, wie sie Werbeformate entwickeln die den Leser und die Leserin als mündige Menschen respektieren, die selber entscheiden wollen, wann sie welche Informationen beziehen. Was übrigens nicht heisst, dass damit kontextabhängige Werbung, solange sie nicht zu aufdringlich ist, keine Platz hätte. Von den Werbern selber ist da nicht viel zu erwarten. Die letzen Jahre haben gezeigt, dass die meisten Kreativen der Branche sich nach wie vor am liebsten ein grosses Budget für einen hübschen Spot geben lassen, statt sich zu überlegen wie sie das Netz als Medium nutzen könnten, und die, die die Etats verwalten…über die haben wir ja schon gesprochen.

Freitag
Apr262013

Notiz zur Geschichte der Radionachrichten

Volksempfänger - CC-BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)Heute im Tagesgespräch auf SRF1 war Kurt Witschi zu Gast. Er hat 43 Jahre lang in der Nachrichtenredaktion des Schweizer Radios gearbeitet. Das Gespräch bietet uns interessante Einblicke in die Geschichte der Radionachrichten in der Schweiz.

Kurt Witschi erzählt unter anderem davon, wie er seine Karriere im Radio gerade in der Zeit begann, als die SRG sich langsam vom Gängelband der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) abzunabeln begann.

Die Radionachrichten wurden jahrzehntelang exklusiv von der Depeschenagentur gelesen und geliefert. In der offiziellen Geschichtsschreibung der SDA wird dieser Umstand als innovative Ausdehnung des eigenen Geschäftsmodells verklärt. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit.

Die Presseverleger, denen die Depeschenagentur damals alleine gehörte, haben sich von Beginn an vehement gegen das neue Medium Radio gewehrt. Sie wollten auf keinen Fall, dass eine Konkurrenz zu ihrem eigenen Nachrichtenverbreitungsmonopol auf Papier entsteht und sie haben letzendlich erfolgreich erreicht, dass das Radio dazu verknurrt wurde, die Nachrichten nicht nur von der SDA zu beziehen, sondern diese gleich auch durch sie produzieren zu lassen. Die Presseverleger konnten von 1924 bis 1971, also während fast 50 Jahren, weitgehend bestimmen, welche Nachrichten über das Radio verbreitet wurden. Natürlich konnten sie sich dafür via SDA schon damals aus dem Topf der Gebührengelder bedienen.

Die Situation ähnelt stark der heutigen Diskussion um die Inhalte der SRG im Netz. Bald 100 Jahre nach Einführung des Radios in der Schweiz, tun sich die Presserverleger immer noch schwer mit der Vorstellung, dass es neben ihnen auch noch andere Quellen für Nachrichten gibt.

Donnerstag
Feb072013

Das Bananen-Experiment.

Ausschnitt aus dem Video: Das Bananen-Experiment von Severin Bruhin

Wenn ich einen Tweet wie diesen lesen, werde ich natürlich sofort aufmerksam:

 

 

Da hat also ein Student der ZHdK ein Video produziert, welches der Frage nachgeht, warum wir für Bananen freiwillig bezahlen würden, während dies für Musik nicht der Fall sei, wie wir in einem Beitrag bei NZZ Campus lesen können.

Der NZZ Campus Beitrag und das Video sollten nicht unkommentiert im Netz stehen bleiben.

 

  1. Es ist nicht wahr, dass für Musik im Internet nichts bezahlt wird. Gestern haben wir zum Beispiel lesen dürfen, dass via iTunes 25 Milliarden Songs verkauft wurden. Verkauft, nicht gratis heruntergeladen!
  2. Es ist erst recht nicht richtig, dass für Musik grundsätzlich nicht bezahlt wird. Die Menschen gehen an Konzerte, sie kaufen CD's, sie kaufen Songs und Alben online, sie geben Geld aus für Fan-Artikel.
  3. In der Schweiz gibt es keine illegalen Downloads. Der Download ist bei uns legal. Wobei ich damit nicht sagen will, dass er auch moralisch gerechtfertigt sei, doch dazu kommen wir später.
  4. Das Problem der allermeisten Musiker ist nicht, dass ihre Songs kostenlos heruntergeladen werden, sondern dass niemand deren Musik kopiert, weil sie bedeutunglos ist, oder zuwenig bekannt.
  5. Bananen und Musikaufnahmen sind nicht auf diese Weise miteinander vergleichbar. Wenn ich Deine Banane esse, ist sie weg und Du hast keine mehr, wenn ich Deinen Song herunterlade, ist er immer noch da.
  6. Es gibt noch einen zweiten Grund, warum die Metapher falsch ist. Im Netz ist es leider nicht so, dass ich zwischen der Möglichkeit des kostenlosen und des kostenpflichtigen Angebotes so einfach wählen kann, wie hier bei den beiden Bananenschalen. So einfach 50 Rp. auszugeben um einen Song zu bekommen, geht bei uns eben leider meistens noch nicht. In Zukunft wird das Möglich sein. Erste Services, die den Musiker ermöglichen den einfachen Kaufprozess mit einem Link einzuleiten sind bereits da oder im Anflug (z.B. Gumroad, Sellfy, BandCamp)
  7. Das teure Studio aus den 1980er Jahren, wie es am Anfang des Videos gezeigt wird, ist doch Geschichte. Einen Song zu produzieren ist um ein vielfaches günstiger und einfacher geworden. Darum gibt es ja unter anderem heute so viel mehr Musik zu konsumieren als vor 20 Jahren. Ich will ja nicht behaupten, dass es nichts kostet, Musik zu produzieren, aber ein Vermögen wie früher kostet es eben auch nicht mehr.
  8. Gleich nach dem Studio sehen wir eine Single abgebildet, während der Sprecher von Album spricht. Das ist zwar eine Nebensache, aber sagt uns vielleicht etwas über die Beliebigkeit des Projektes. Und auch hier sei angemerkt, dass gerade dadurch, dass man Musik heute online verkaufen kann, für junge und unbekannte Musiker viel mehr Chancen für die Verbreitung bestehen, als damals, als es nur den Weg über die Single oder das Album gab. Damals war man auf die Gnade der Vertriebsinsdustrie angewiesen, heute nicht mehr.
  9. Das Video suggeriert, dass jedes Album mit hohen Kosten produziert und dann im Internet kostenlos heruntergeladen würde, der Musiker ginge dabei leer aus. Nicht jedes Album wird kostenlos herunterladen und selbst wenn das so stattfindet, bedeutet das auch noch nicht, dass der Musiker dabei leer ausgeht. Es ist ganz einfach: Wenn er bekannt und beliebt ist, wird viel kostenlos heruntergeladen, aber auch viel gekauft. Wenn er unbekannt und unbeliebt ist, wird weder gekauft noch kostenlos herunter geladen. Um bekannt und beliebt zu werden, ist die Verbreitung von kostenloser Musik das effizientes Marketingmittel für das kleine Budget.
  10. Dann kommt die Frage: "Weshalb  bezahlt man nicht?". Noch einmal: Diese Grundthese ist völlig falsch. Darum kann auch das Experiment keinen Erkenntnisgewinn bringen und das sieht man dann auch im Video.
  11. Von den 7 befragten Studenten haben fünf angegeben, dass sie zwar Musik auch gratis herunterladen, doch dass sie auch Musik kaufen. Nur 2 haben gesagt, dass sie nie bezahlen. Die Ausgangsfrage: "Warum bezahlen Studies freiwillig für Bananen, nicht aber für Musik" kann so als nicht gestellt werden.
  12. Am Schluss des Videos wird noch einer der Befragten mit dem Statement gezeigt, dass er kein schlechtes Gewissen habe, was sehr schön zeigt, dass das Video mit einer These im Kopf produziert wurde, und nicht mit einer offenen Frage. Und dass diese These unter allen Umständen bestätigt werden soll. Ein Experiment sieht anders aus.

Soviel zum Video, nur noch kurz ein paar weitere Bemerkungen.

Es ist sicher richtig, dass es viele Menschen gibt, die viel Musik auf Ihren digitalen Abspielgeräten haben, für die sie nicht bezahlt haben. Es ist aber absurd anzunehmen, dass für diese Musk bezahlt worden wäre, wenn es die Möglichkeit des kostenlosen downloads nicht gegeben hätte. In den meisten Fällen, würde einfach darauf verzichtet, den besagten Song im Player zu haben. Es gibt mehrere Gründe warum kostenlos heruntergeladen wird. 

  • Der Musikkonsument hat ein sehr kleines Einkommen zur freien Verfügung. Das ist meistens bei Jugendlichen und Studierenden der Fall. Aus demselben Grund hat man früher LP's von Freunden oder Radiosendungen getaped. Wenn das Geld knapp ist, setzt man Prioritäten. Das heisst aber nicht, und das sieht man auch im Video sehr schön, dass nie bezahlt würde. Es ist eher so, dass gezielt Musik gekauft wird. Weiterhin wird viel mehr von dem verfügbaren Geld in Clubs und an Konzerten ausgebeben als früher. Das ist eine indirekte Bezahlung von Musik.
  • Die Musik ist einfacher kostenlos herunterzuladen als zu kaufen. Solange die Labels und Künstler ihre Songs nur via iTunes, Amazon und Google Play anbieten, statt einfache Mögichkeiten im Web bereitzustellen. Solange ein Song, wenn ich nach ihm oder der Band im Web suche nicht als erstes auftaucht und ich dort so einfach bezahlen kann, wie im Video für die Banane, solange wird auch kostenlos downloaded. Und statt zu versuchen, die kostenlosen Download-Angebote zum verschwinden zu bringen, was eh nicht gehen wird, ohne massiven Schaden an der Gesellschaft, sollten sich die Labels und die Künstler darauf konzentieren, wie sie im Web ihre Songs einfach an den Fan verkaufen können, ohne dass sie den grössten Teil der Einnahmen an irgendwelche Zwischenhändler abgeben müssen. Noch einmal z.B. mit GumroadSellfyBandCamp, usw.
  • Die Songs sind zu teuer. Das kommt auch einmal im Video vor. CHF 1.60 für einen Song ist vielleicht einfach zuviel verlangt? Das ist ja auch ein völlig willkürlich festgelegter Preis. Vielleicht sollte der Preis eher bei CHF 0.50.-- liegen, oder nich tiefer? Ich weiss es nicht, der Musiker ist hier angehalten, auszuprobieren, was der Konsument für seine Musik zu bezahlen bereit ist. Sicher ist nicht für jeden Konsumten jeder Song gleich viel wert, warum auch?
  • Und dann gibt es noch den Jäger und Sammler, der alles auf seinem Computer abspeichert, was er kriegen kann. Doch auch hier gilt, das es sich nicht um entgangegen Umsatz handelt. Dieser Mensch würde schlicht darauf verzichten, wenn er die Songs nicht mehr kriegen würde.

Dann die moralische Frage, die immer wieder in den Raum gestellt wird, ob es fair sei, für Musik nicht zu bezahlen. Ich werde diesen Aspekt in mehreren Blogposts behandeln müssen, denn es ist eine sehr komplexe Frage. Wer die Welt und den Prozess der Musikverbreitung als einfachen Interaktionsprozess zwischen Musiker und Musikkonsument sieht, kann schon auf die Idee kommen, dass es unfair sei, wenn jemand etwas kostenlos herunterlädt, aber die Welt ist nun mal nicht so simpel. Es sind viele Protagonisten, Aspekte und Wertvorstellungen zu berücksichtigen um die moralische Frage zu beantworten. Fairness ist ein sehr unscharfer Begriff. Wir könnten auch fragen, ob es fair sei, dass Stundenten, die kein Geld haben, für Musik bezahlen müssen? Oder ob es fair sei, dass Leute, die ein Speichermeidum kaufen, um dort ihre eigenen Dokumente abzuspeichern, für Musik bezahlen müssen, die sie nie anhören? usw. Aber wie gesagt, heben wir uns die moralischen Fragen in diesem Zusammenhang für später auf.

Das Problem der meisten Musikschaffenden ist nicht, dass ihre Songs entgegen ihrem Willen kostenlos heruntergeladen werden, sondern dass sie ihre potentiellen Fans gar nicht erst erreichen. Es gibt einfach sehr viel Konkurrenz um die wenigen verfügbaren Aufmerksamkeitsminuten der Musikhörer. Nur wer einigermassen erfolgreich ist, hat auch das Problem, dass seine Songs im Netz dort zu finden sind, wo er das nicht möchte. Dann aber, ist es kein Problem mehr. Oder anders gesagt, wer 100'000 Songs verkauft, kann sich über die 100'000 kostenlos Downloads, die es vielleicht auch noch gibt, freuen, denn das sind offenbar Fans, die seine Kunst weiterbringen. Wer nur 100 Downloads verkauft, der hat ein anderes Problem, aber bestimmt nicht, dass es dazu noch 100 kostenlos Downloads gibt. Und wer nichts verkauft, wird kaum unter kostenlosen Downloads leiden, denn offenbar interessiert sich niemand für seinen Songs.

Passend zu diesem Thema wäre vielleicht wieder einmal das Buch "Freie Kultur" von Lawrence Lessig zu lesen, welches man übrigens auf Wunsch von Autor und Verlag auch kostenlos downloaden kann. 

Montag
Feb042013

Eine neue SRG mit CC-Inhalten und ohne Sender

Es wird wieder einmal darüber diskutiert, was die SRG im Internet publizieren dürfen soll, und was nicht. Die Presseverleger möchten ihre Inhalte in Zukunft im Internet gerne kostenpflichtig anbieten, da käme ihnen ein durch Zwangsgebühren finanziertes und ausgebautes SRG-Online-Angebot ziemlich in die Quere, finden sie. Sie schlagen unter anderem vor, dass die SRG ihre Angebote den Verlegern zur Online-Verwertung zur Verfügung stellen soll und sie dafür im Gegenzug einen Teil der Einnahmen abliefern würden (PDF).

Das ist ein interessanter Ansatz, allerdings sollten wir noch viel weiter gehen. Denn es darf nicht soweit kommen, dass die durch unsere Gebühren finanzierten Inhalte am Ende von den Presseverlegern hinter ihren Paywalls weggesperrt werden.

  1. Die SRG betreibt keine Sender mehr, weder Fernsehen noch Radio, sondern produziert nur noch Inhalte und zwar in allen sinnvollen Formaten, ja auch Texte.
  2. Die Produktionen werden vollständig durch die Radio- und TV Empfangsgebühren finanziert, die wir in derselben Höhe wie bisher beibehalten.
  3. Alle Produktionen, die die SRG publiziert, werden unter einer Creative Commons BY-SA Lizenz ins Netz gestellt inkl. den Raw-Formaten, sowie allen Meta-Daten und den Daten und Dokumenten, die bei der Produktion angefallen sind (Footage, usw.).
  4. Alle Personen und Organisationen weltweit dürfen diese Produktionen und Daten in ihren eigenen Kanälen beliebig einsetzen, verwerten und damit Geld verdienen, solange sie sich an die Bedingungen der CC-BY-SA Lizenz halten. Sprich, solange die, unter Beizug dieser Inhalte erstellten, neuen Produktionen mit den korrekten Quellenangaben versehen sind und  auch wieder unter dieser Lizenz verfügbar gemacht werden.
  5. Welche Inhalte die SRG produziert, bleibt im ähnlichen Rahmen des bestehenden Leistungsauftrages ihr, bzw. ihren Redaktionen überlassen. Sie soll sich aber hauptsächlich auf das konzentrieren, was die privaten Anbieter nicht produzieren wollen. Hintergundsendungen, Recherchen, Reportagen zu Politik, Kultur und alles was an den Rändern der Gesellschaft geschieht und gefördert werden soll.
  6. Das komplette Archiv der SRG wird unter denselben CC-BY-SA Lizenzbedingugen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Eine solche SRG würde der Service-Public-Idee am ehesten gerecht werden und alle Beteiligten würden davon profitieren. Die privaten Medienanbieter, weil sich ihnen durch den Verzicht der SRG auf eigene Sender neue Möglichkeiten bieten und weil sie die SRG-Inhalte nutzen können, wenn sie wollen. Der SRG weil damit der Kampf mit den privaten Anbietern um Werbegelder und Quoten ein Ende hätte und sie sich auf alles das konzentrieren könnte, was in der Medienlandschaft fehlt. Und natürlich das Publikum, das sich einer neuer Vielfalt von Inhalten und Zugangsmöglichkeiten erfreuen könnte.

Gleichzeitig müsste man natürlich die Konzessionspflicht für Radio- und TV-Anbieter komplett aufgeben.

Im Zusammenhang mit dem Gebührensplitting sähe ich zwei Szenarien. Entweder wir verzichten volltändig auf diese Subventionierung privater Medienhäuser, oder ein Teil der Gebühreneinnahmen wird über einen Medienfonds bereitgestellt, aus welchem Produktionen finanziert werden, die von jedem Journalisten und jeder Journalistin eingereicht werden können. Es soll ja darum gehen, Inhalte zu fördern, nicht Institutionen.

Dienstag
Jan152013

Die trügerischen Argumente für das Leistungsschutzrecht der Presseverleger in der Schweiz

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin der Meinung, dass das Leistungschutzrecht für Presseverleger in der Schweiz mit allen Mitteln verhindert werden muss. Wir dürfen auf keinen Fall auf den von einigen Befürwortern eines solchen Maulkorb-Gesetztes neu eingeschlagenen konzilianten Ton hereinfallen. Es wäre völlig falsch hier auch nur die kleinste Kompromissbereitschaft zu signalisieren. Ein solches Gesetz kann nur schlecht sein für die Gesellschaft, denn es wird immer darauf hinauslaufen, dass grosse Konzerne mehr Macht erhalten und die Vielfalt der Kommunikationskanäle eingeschränkt wird. Auch wenn die Verleger in der Schweiz nun etwas "Kreide gegessen" haben, werden sie bei der konkreten Umsetzungsdiskussion eines solchen Gesetzes alles, was Grösse stärkt und ihnen Wettweberb vom Halse schafft, einbringen.

Bis vor kurzem gab es ja nur Äusserungen einzelner Exponenten der Schweizer Mediengrosskonzerne. Seit heute haben wir so etwas wie eine offizielle Stellungnahme des Verbandes Schweizer Medien. In der NZZ vom 15. Januar 2013 äussert sich deren Geschäftsführer Urs F. Meyer zum Thema und legt dar, warum ein solches Leistungschutzrecht gefordert wird. Der wichtigste Kampf um den Erhalt und den Ausbau der Medienvielfalt in der Schweiz seit Jahrzehnten ist damit offiziell eingeläutet.

Ich werde hier nur kurz auf die trügerischen Metaphern und Argumente, die im heutigen NZZ Beitrag von Urs F. Meyer verwendet werden eingehen.

Das Internet ist kein Wochenmarkt

Meyer beginnt mit einem beschaulichen Bild um uns einzulullen:

"Vergleichen wir das Internetangebot doch einmal mit einem traditionellen Wochenmarkt: Da kommen die regionalen Bauern, mieten einen Marktstand, bezahlen die Marktgebühr und bieten ihre Produkte an." (Urs F. Meyer, Geschäftsführer Verband Schweizer Medien, NZZ Online)

Doch das Internet bzw. was World Wide Web sind keineswegs mit einem Wochenmarkt vergleichbar. Ein Wochenmarkt liegt an einer Strasse oder an einem Platz. Alle Besucher des Wochenmarktes versammeln sich entlang dieser Strasse oder dieses Platzes. Das Netz ist völlig anders gebaut. Es gibt zwar die Maktstände, wenn wir dieses Bild schon bemühen wollen, aber es gibt keine feste Strasse und keinen festen Markt. Die Wege zu den Martkstandbetreibern sind dynamisch, werden jede Sekunde tausendfach neu gebaut. Es sind die Links, die die Strassen darstellen und die Klicks die Laufkundschaft; und diese Links werden fortwähren neu gesetzt und neu geklickt. Es gibt zwar solche Marktplatzstrukturen auch im Web. Das wären dann aber eher die Aktionsplattformen wie eBay und Ricardo. Der weitaus grösste Teil der Internet-Umsätze wird aber nicht an diesen Marktplätzen generiert, sondern direkt an den Marktständen. Die Aufgabe des Standbetreibers ist dauernd dafür zu sorgen, dass die Links zu ihm gebaut und geklickt werden, und nicht den Märkten entlang zu fahren.

Dann kommt die böse Google ins Spiel:

"Die Beschaulichkeit wird dann jedoch massiv gestört, wenn ein aussenstehender Anbieter ohne eigene Marktware einen riesigen Marktstand mietet, sich bei einzelnen Bauern, ohne zu fragen, geschweige denn gar zu bezahlen, Produkte von der Auslage nimmt und sie bei sich, nach eigener, nicht transparenter Rangordnung, mit dem Hinweis ausstellt, man könne sie beim jeweils genannten Bauern kaufen gehen. " (Urs F. Meyer, Geschäftsführer Verband Schweizer Medien, NZZ Online)

Ich hoffe, es ist bereits klar, warum dieses Bild völlig daneben ist. Es gibt wie gesagt, den Marktplatz im Netz so nicht. Die verwendete Metapher hier ist aber gleich doppelt falsch. Google und andere Aggregatoren nehmen den Presseverlegern nichts weg aus der Auslage. Das würde ja bedeuten, dass wir den Artikel dessen Anriss Google anzeigt, nicht mehr in der Originalquelle lesen könnten. Wenn ich einen Apfel aus der Auslage nehme und ihn bei mir einstelle, ist er beim Bauern weg und damit wertlos. Wenn ich einen Artikel-Anriss nehme, diesen im Netz woanders darstelle, und einen Link zur Quelle baue, dann ist der Artikel bei der Quelle noch vorhanden und durch den Link wertvoller geworden.

Warum wollen denn die Presseverleger sowas nicht, wenn ich behaupte, dass die Links der Aggregatoren ihnen etwas bringt? Die sind ja auch nicht blöd, oder?

Richtig. Sie sind überhaupt nicht blöd. Das Problem für die Verleger ist, dass sie viel stärkerer Konkurrenz ausgesetzt sind, weil es viel einfacher ist, eine "Strasse" aus Links zu bauen und wieder abzubauen. Sprich, weil die Linkwelt eben ausserordentlich dynamisch ist, und jeder Mensch mit einfachen Mitteln jederzeit die beste Quelle sein kann, und deswegen die Verleger zu recht um ihre Vormachtstellung bangen, wollen sie das Leistungsschutzrecht. Das Problem für die Presseverleger ist, dass die neue Medienwelt, die am entstehen ist, viel mehr Diversität bieten wird. Die Marken der Zukufnt sind Journalisten und kleine Journalistenkollektive, die ohne dass sie sich bei den Verlagen versklaven müssen, direkt an Ihr Publikum gelangen können und auch direkt monetarisieren werden können. Die grossen Medienkonzerne wissen genau, dass die von Ihnen als Internet-Idealisten und Träumer betittelten Menschen recht haben. Ihre Zeit nähert sich dem Ende und entgegen den Behauptungen ihrer Protagonisten und Lakaien, ist das gut so. 

Das heisst nicht, dass die Zeit des Journalismus zu Ende wäre, im Gegenteil. Es heisst auch nicht, dass es keinen Platz für gute Verlage gäbe, im Gegenteil. Es wird wieder Vielfalt herrschen und es wird viele kleine Inhaltenabieter geben, die hervorragenden Journalismus bieten werden. Dieser Journalismus wird vielleicht etwas anders aussehen als heute, aber er wird wohl seiner Rolle des Watchdogs der Gesellschaft und des Raumes für die öffentliche Debatte gerechter werden, als der den wir heute haben - sofern wir das Leistungschutzrecht verhindern. In der Schweiz können wir das zum Glück und darauf müssen wir uns vorbereiten. Aber ich schweife ab...

Nochmal zu diesem unsäglichen Marktplatz / Bauern Bild: Google ist in dieser Situation sicher nicht derjenige, der einen eigenen, nur viel grösseren, Marktstand aufgestellt hat, um den armen lieben Bauern aka Meidenkonzerne wie Ringier, Tamedia, usw. die Apfel weg zu nehmen. Wenn schon ist Google die Firma, die viel dazu beiträgt, dass immer wieder neue Strassen mit Laufkundschaft gebaut werden und dass diese Strassen zu den Bauern führen. Und hier gleich noch angefügt: Wir könnten ja denken, dass Herr Meyer mit den Apfeln, die ihm weggenommen werden, die Journalistischen Inhalte meint. Das ist nur oberflächlich so, er sagt Apfel damit wir glauben es gehe ihm um Inhalte, aber er mein Rosinen, nähmlich die Inserate, die ihm weggenommen wurden.

Es ist eben nicht so, dass in dem Bild, welches Herr Meyer verwendet, die Presseverlage die Bauern auf dem Marktplatz darstellen. Die Bauern sind die Journalisten, die Äpfel sind die Inserate; die Verlage hatten früher einfach den Martkplatz für sich gepachtet und konnten für den Zutritt zu diesem dafür verlangen, was sie wollten. Das ist das Problem der Presseverleger: es braucht keine solchen Marktpläzte mehr.

Halten wir also fest, dass diese Metapher vom Marktplatz und den Bauern absolut trügerisch ist und überhaupt nichts mit dem Problem des Leistungschutzrechtes zu tun hat. Oder anders gesagt: Lassen wir uns nicht veräppeln.

Es geht weiter:

"Im obenstehenden Beispiel aber tritt der aussenstehende Anbieter machthaberisch auf, nimmt, ohne zu fragen, und diktiert, wem das nicht passe, der solle zusätzliche Arbeit leisten, indem er seine Angebote entsprechend markiere, damit sie von der Marktschau nicht berücksichtigt werden." (Urs F. Meyer, Geschäftsführer Verband Schweizer Medien, NZZ Online)

Diesmal will der Schreiber uns weismachen, dass es Arbeit bedeute, in einem einzigen File ein Attribut zu setzen. Ja, stimmt: 10 Min. Wenn es nur dieses Problem ist, welches die Presseverlage gelöst haben möchten, werden wir eine Spendestelle einrichten, um das Geld zu sammeln, welche für die Bezahlung der Arbeit, die dafür notwendig ist, zu bezahlen. Wir werden wohl nicht mehr als 10'000 CHF zusammenbringen müssen, um allen Presseverlagen in der Schweiz anzubieten, ihre robots.txt kostenlos so einzurichten, damit sie aus dem Google Index verschwinden.

Der Witz ist eben, dass die Verlage nicht möchten, dass sie aus dem Index verschwinden, denn es ist ja in der Tat wertvoll dort zu sein, sondern sie möchten, dass Google und Co. dazu gezwungen werden sie zu indizieren und dafür zu bezahlen. Das zeigt der Aufschrei, der durch den Blätterwald (ja, vor allem dort) ging, als Google angekündigt hat, in Frankreich die Presseverlage aus dem Index zu nehmen, wenn dort ein Leistungschutzrecht eingeführt würde. Manchmal wird auch das Beispiel Belgien genannt, wo Google das auch tatsächlich gemacht hat. Da hiess es allenorten, dass dies Erpressung sei. Kann es noch absurder gehen? Das würde ja bedeuten, dass der grosse böse Marktplatzhirsch, der den mächtigen Stand aufgestellt und die Äpfel geklaut hat, nun plötzlich die Äpfel nicht mehr zurückgeben darf, sondern jeden Tag neue kaufen muss, auch wenn er gar nicht will?

Wichtig sind auch die Äusserungen zum Kartellrecht, die immer wieder gemacht werden. Es heisst dann jeweils von Seite der Presseverlage, sie könnten nicht einfach ihre Inhalte aus dem Index löschen. Dies müssten alle gleichzeitig machen, was sie aber aus kartellrechtlichen Gründen nicht dürften. Ich kann das nicht beurteilen, aber diese Aussage steht dann natürlich im krassen Gegensatz zu der Behauptung von Herrn Meyer im Artikel:

"Will ein Verlag seine Produkte verkaufen, sollen sie entsprechend im Internet erscheinen. Will jemand seine Zeitungen gratis publizieren, so soll er das können, ..." (Urs F. Meyer, Geschäftsführer Verband Schweizer Medien, NZZ Online)

Wenn das so wäre, dann würde ja, sofort nach Einführung des Gesetzes jemand, oder mehrere Anbieter ihre Angebote ohne das Leistungsschutzrecht zu bemühen ins Netz stellen. Diese hätten dadurch einen enormen Trafficvorteil gegenüber allen anderen die dafür Geld verlangen wollen. Die Presserverleger müssen also ein Leistungschutzrecht einrichten, welches unliebsame Konkurenz, die darauf verzichten will, verhindert, denn sonst wäre es völlig nutzlos.

Wenn das aus Opportunitätsgründen nicht von Anfang an gefordert wird, müssen wir damit rechnen, dass bald nach der Einführung eines solchen Leistungsschutzrechtes, weitere Wünsche lautbar werden. Es wird dann gejammert werden, dass es da draussen im Netz von Google und Co. finanzierte (früher war es der Kommunist) Unternehmen gäbe, die das Leistungsschutzrecht nicht nutzen, sondern einfach so, ohne zu fragen journalistische Erzeugnisse ins Netz stellen, was ihr Geschäftsmodell tropiere und dass sie untergehen werden, wenn die Politik nicht eingreife. Das Ergebniss wäre dann wohl eine Bewilligungspflicht für journalistische Erzeugnisse, wie wir es absurderweise ja schon im RTVG kennen (Art. 3 RTVG) und deswegen wohl auch kein YouTube in der Schweiz haben.

Ach, ich könnte noch lange weiter machen, aber lasse es für heute mal gut sein. Das Thema wird uns wohl die nächste Zeit beschäftigen. Es gilt nun wachsam zu sein, und zu schauen, welche Vorschläge aus der AGUR12 hervorgehen. Es hat ja mit dieser Arbeitsgruppe eigentlich ganz harmlos begonnen. Aber ich hege grösste Befürchtungen, dass wir uns für einen heftigen Kampf gegen eine URG Revision rüsten müssen, die das Netz, wie wir es heute kennen, zur Geschichte machen will.

Donnerstag
Jan032013

Die Zukunft der Stadt?

Bei Gerd Leonhard auf dieses interessante kurze Video gestossen. Arthur C. Clarke, der Autor eines Teils der Grundlagen zum Film «2001: A Space Odyssey», erzählt hier 1964, wie er die Stadt im Jahre 2000 sieht. Er meint, dass sich bis dann das Konzept der Stadt völlig verändert hat, weil aufgrund der verfügbaren Kommunikationstechnologien viel weniger Leute in den Städten leben werden. Nun, wie wir wissen hat er sich geirrt.

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass er sich nur in der Zeit etwas verschätzt hat und wir tatsächlich am Anfang eines Trendwechsels stehen, dass zumindest viele der Arbeitsplätze aus den Städten wieder verschwinden, weil wir noch viel stärker als bisher via Internet ortsunabhängig zusammenarbeiten werden.

Mittwoch
Jan022013

Auch grosse Unternehmen können fallen, wenn der Staat sie nicht schützt

Auf Techcrunch finden wir eine schöne Zusammenfassung des Abstiegs von Nokia: «Innovate Or Die: Nokia's Long-Drawn-Out Decline» Auch grosse Unternehmen können fallen, wenn der Staat sie nicht schützt und dass ist gut so.

Mittwoch
Okt032012

Musikschaffende Schweiz und Piraten wollen öffentlich debattieren.

Wie der Sonntag am 23. September gemeldet hat, ist seit letztem Freitag die Website futureofmusic.ch online. Die Diskussionsplattform wird gemeinsam vom Verein Musikschaffende Schweiz und der Piratenpartei Schweiz in Deutsch und Französich betrieben.

Das Ziel wäre, das je 10 Vertreter der Musikschaffenden und der Piraten auf der deutschprachigen Version und je 5 auf der französischsprachigen Version Beiträge zur Debatte posten und dann von jedem der Mitmachen will, Statements und Kommentare dazu publiziert werden können.

Zurzeit fehlen auf Seiten der Musikschaffenden noch je 4 Namen für die beiden Sprachversionen um die Listen voll zu haben und bisher hat erst Andy Prinz das eine oder andere Wort ergriffen. Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen und Wochen die Lücken noch gefüllt werden können und auch die anderen Musikschaffenden ihre Beiträge zur Debatte auf futureofmusic.ch publizieren, damit wir uns ersthaft mit den Argumenten auseinander setzen können.

Donnerstag
Sep272012

Gesetze wie Code im Kollektiv schreiben?

Clay Shirky wirft in diesem TED Talk eine interessante Idee auf. Er zeigt, dass uns die Open Source Entwickler mit Git und ähnlichen Systemen, bzw. Social Coding Plattformen wie github täglich zeigen, wie die Zusammenarbeit in grossen Gruppen an komplexen, voneinander abhängigen Regelsystemen in Textform funktionieren kann. Die Idee, dass das was mit Programmcode möglich ist auch mit Gesetztetexten klappen sollte, ist äusserst spannend und bietet viel Raum für Phantasien darüber, wie der Gesetzgebungsprozess in Demokratien in der vernetzen Welt dereinst organisiert werden könnte. Hier gehts zum TED Talk von Clay Shirky «How the Internet will (one day) transform government».

(via Kevin Kelly on Google+)

Mittwoch
Sep262012

Das grandiose Simon & Garfunkel Konzert im Central Park von 1981 komplett auf YouTube

Als Jugendlicher habe ich die Doppel-LP dieses Konzertes rauf und runter gehört. Wie habe ich mir damals gewünscht, dort dabei gewesen zu sein. Wenigstens ist es jetzt auf YouTube zu sehen. Und so bekommt für mich nach fast 30 Jahren auch die Stimme die den Eröffunungssatz: "Ladies and Gentleman Simon and Garfunkel" gesprochen hat, noch ein Gesicht. Hier ist das Video:

(via OpenCulture)