Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten; ja auch gedruckt. Vorher habe ich PARX, mediaparX und Partekk mit-gegründet, und war zuletzt als Geschäftsführer bei Blogwerk im Einsatz. Zwischendurch werde ich eingeladen, um zu Cloud Computing, Social CRM, Content Marketing, Creative Commons, Free Culture oder den Wandel im Buchmarkt zu sprechen und zu diskutieren. Ich bin leidenschaftlich verzettelt, Mitglied der Piratenpartei, studiere Philosophie an der Open University, habe wohl eine Disposition zum Messie, bin davon überzeugt, dass wir dazu verplichtet sind Empathiefähigkeit und kritisches Denken zu trainieren, und finde dass das Leben zu kurz ist, um offline zu sein.

Du findest mich auf Twitter, Google+, Facebook, LinkedIn, XING, Foursquare oder erreichst mich mit diesem Kontaktformular.

Abonnieren

Suche
Kommentare

Google+

Facebook
Werbung
Letztes Gezwitscher
Powered by
Powered by Squarespace
Buttons

XING

Watchlist
« BarCamp Zurich - Slides und Links zu Software as a Service (SaaS) | Main | Google Co-op Search - Test und Beispiel »
Dienstag
Okt242006

Der Mitbewerber - Freund oder Feind?

Viele der sogenannten Befürworter des Wettbewerbs bzw. einer marktwirtschaftlichen Ordnung sind ironischerweise oft nicht gut auf ihre Mitbewerber zu sprechen. Sie empfinden sie als lästige Nebenerscheinung. Ja sie würden die Konkurrenz am liebsten für immer und ewig ausschalten. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum es so viele Branchenverbände gibt und warum es immer wieder zu unheiligen Allianzen zwischen "dann-wenn-es-mir-nützt"-Liberalen und Etatisten kommt.

Diese Haltung zeitg sich in den folgenden gängigen Reaktionsmustern, die ich immer wieder antreffe:

  • Die Mitbewerber verfluchen.
  • Die Mitbewerber schlecht machen.
  • Die Mitbwerber ignorieren.
  • Sich mit einigen Mitbewerbern verbrüdern um den Markt abzuschotten.

Besonders die zweitletzte Strategie, die Ignoranz ist sehr häufig in der hiesigen ICT-Branche anzutreffen. Ich staune immer wieder, wie zum Beispiel uralte Business Software in höchsten Tönen angepriesen wird. Dabei ist es nicht so, dass der Hersteller bewusst lügt, oder verschweigt, dass seine Lösung völlig veraltet und überteuert ist. Er weiss es schlichtweg nicht. Das Unternehmen nimmt sich einfach nicht die Zeit, über den Tellerand hinauszuschauen, was es sonst noch so gibt.

Alle oben genannten Strategien werden das Unternehmen, welche diese verfolgt, früher oder später in die Misere führen.

Wer den echten Wettbewerb befürtwortet, der sieht im Mittwerber einen genauso wichtigen Teilnehmer des Marktes wie im Kunden.

Ein guter Mitbewerber wirkt inspirierend. Seine Innovationsleistung stachelt zu eigenen neuen Lösungen an. Seine Aktivitäten helfen den Markt für alle Teilnehmer zu entwickeln und tragen zur Verbesserung der Angebote bei. Je mehr Mitbewerber da sind umso mehr Lösungsvorschläge gibt es, auf denen wiederum aufgebaut werden kann, usw.

Der Mitbewerber ist so gesehen ein Freund und nicht ein Feind.

Natürlich heisst dies, sich nie lange auf den Lorbeeren ausruhen zu können. Es bedeutet, immer wieder nach noch besseren Lösungen zu suchen. Das mag für viele anstrengend klingen. Ist aber vielleicht einer der Gründe, warum uns die Natur mit Intelligenz & Kreativität ausgestattet hat.


PrintView Printer Friendly Version

EmailEmail Article to Friend

Reader Comments (1)

Das tönt irgendwie genauso wie sich die USA im Irak verhalten.

# Die islamischen Terroristen verfluchen.
# Die irakische Regierung schlecht machen.
# Die Kriegsgegner ignorieren.
# Sich mit einigen NATO Verbündeten verbrüdern um den Markt abzuschotten.

Oder auch wie gewisse Medien wie das SF oder die SRG.

# Die Schwarzseher verfluchen.
# Die privaten Mitbewerber schlecht machen.
# Die Trends ignorieren.
# Sich mit einigen Politikern verbrüdern um den Markt abzuschotten.

Und auf die Spitze getrieben ist es wohl auch der extremistische Arm jeder Religion. Islam, Christentum, Bulle&Bär, etc.

# Die Andersgläubigen verfluchen.
# Die internen Kritiker schlecht machen.
# Die Menschlichkeit ignorieren.
# Sich mit einigen Glaubensbrüdern verbrüdern um sich vor andersartigem Gedankengut abzuschotten.

Ist wohl eine Eigenschaft ängstlicher, machtgieriger und egoistischer Menschen. So wie es offenbar viele sind in der Welt...
Dienstag, Oktober 24, 2006 | Unregistered CommenterDer Hofnarr

PostPost a New Comment

Enter your information below to add a new comment.

My response is on my own website »
Author Email (optional):
Author URL (optional):
Post:
 
Some HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>