Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten; ja auch gedruckt. Vorher habe ich PARX, mediaparX und Partekk mit-gegründet, und war zuletzt als Geschäftsführer bei Blogwerk im Einsatz. Zwischendurch werde ich eingeladen, um zu Cloud Computing, Social CRM, Content Marketing, Creative Commons, Free Culture oder den Wandel im Buchmarkt zu sprechen und zu diskutieren. Ich bin leidenschaftlich verzettelt, Mitglied der Piratenpartei, studiere Philosophie an der Open University, habe wohl eine Disposition zum Messie, bin davon überzeugt, dass wir dazu verplichtet sind Empathiefähigkeit und kritisches Denken zu trainieren, und finde dass das Leben zu kurz ist, um offline zu sein.

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Donnerstag
Feb282008

Zur UBS Debatte: Es gibt keine Gewinngarantien

Es kann ja durchaus sein, dass das Herr Ospel und sein UBS Management Fehler gemacht haben, dass will ich hier gar nicht erst zu erörtern versuchen. Was aber in den Diskussionen und Kommentaren zum Fall UBS und zu der Bankenkriese im Allgemeinen gerne vergessen geht sind folgende grundlegende Wahrheiten:

1. Die UBS ist ein Unternehmen.

2. Es gibt keine Gewinngarantie für Unternehmen.

3. Aktionäre sind freiwillig Aktionäre von Unternehmen.

4. Aktionäre wissen, dass sie nichts zu sagen haben ausser an der GV gemäss ihrem Kapitalanteil stimmen zu können.

5. Aktionäre können ihr Geld jederzeit in eine andere Firma anlegen, die ihnen besser passt.

6. Aktionäre sind selber verantwortlich für ihr Geld und müssen ihre persönliche Beurteilung der Situation regelmässig vornehmen.

Die Geschichte mit den Aktionären, die überhaupt nicht wissen, dass sie Aktionäre sind und schon gar nicht, dass sie vielleicht von einem Herrn Biedermann vertreten werden, ist eine andere. Diese schauen wir uns vielleicht bei Gelegenheit einmal ausführlicher an.

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Reader Comments (3)

Ich bin grundsätzlich einverstanden mit der Hervorhebung der Eigenverantwortung der Aktionäre bzw. der Menschen im Allgemeinen.

Allerdings sollte man dabei nicht vergessen dass:

1. Das Unternehmen der Gesamtheit aller Aktionäre gehört.

2. Die Unternehmensleitung von den Eigentümern (sprich Aktionären) zur treuen Verwaltung des Geschäfts eingesetzt ist.

3. Die Unternehmensleitung sich daher den Aktionären gegenüber verantwortlich zeigt für den Geschäftsgang.

Unter diesen Aspekten ist der Aerger der UBS Aktionäre durchaus verständlich und ebenso die Forderung nach personellen Konsequenzen für die Unternehmensführung.

Donnerstag, Februar 28, 2008 | Unregistered CommenterDaniel Seiler

Mit allen Punkten absolut einverstanden. An der nächsten ordentlichen GV können die Aktionäre einen anderen Verwaltungsrat wählen, wenn sie das wollen. Diejenigen Aktionäre die bei einer GV in der Minderheit sind, müssen sich dann einfach überlegen, ob sie unter diesen Umständen noch Aktionäre dieser Firma sein wollen oder nicht. Es gibt ja zum Glück genügend Alternativen auf dem weltweiten Kapitalmarkt.

Donnerstag, Februar 28, 2008 | Registered CommenterAndreas Von Gunten

Frühlingserwachen: Mit Kursen unter 30 CHF ist die UBS an der Börse noch rund 60 Mrd CHF wert, die Credit Suisse mit Kursen von unter 49 CHF, noch 59 Mrd.

Nach der Dotcom-Blase sind nun auch für die Banken die überzogenen Bewertungen mehr als korrigiert worden. Man rechne: UBS hat - bezogen auf die Höchstkurse von gut 80 CHF - rund 100 Mrd CHF an Börsenkapitalisierung verloren. Wann fusionieren die beiden Banken zur Swiss Union Credit?

Xacobeo

Montag, März 10, 2008 | Unregistered Commenterxacobeo

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