Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten; ja auch gedruckt. Vorher habe ich PARX, mediaparX und Partekk mit-gegründet, und war zuletzt als Geschäftsführer bei Blogwerk im Einsatz. Zwischendurch werde ich eingeladen, um zu Cloud Computing, Social CRM, Content Marketing, Creative Commons, Free Culture oder den Wandel im Buchmarkt zu sprechen und zu diskutieren. Ich bin leidenschaftlich verzettelt, Mitglied der Piratenpartei, studiere Philosophie an der Open University, habe wohl eine Disposition zum Messie, bin davon überzeugt, dass wir dazu verplichtet sind Empathiefähigkeit und kritisches Denken zu trainieren, und finde dass das Leben zu kurz ist, um offline zu sein.

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Mittwoch
Okt212009

Künstliche Verknappung in der Onleihe

Die Onleihe ist ein Dienst für Bibliotheken, der es diesen ermöglicht ihren Nutzern auch elektronische Medien wie zum Beispiel eBooks auszuleihen. Ist ja eigentlich eine tolle Sache und gäbe es das in der Schweiz schon, würde ich das sofort mal ausprobieren. Ich habe mir da mal kurz den Screencast angeschaut und bin dann schon etwas erstaunt gewesen, als da plötzlich von der Anzahl Exemplare die Rede war, die ausgeliehen werden können.

Da wurde tatsächlich die Problematik der knappen Verfügbarkeit physischer Medien wie Bücher, einfach ins Netz übertragen, obwohl es da diese Verknappung ja gerade nicht gibt.

In Hilfe steht dazu:

"Über die Exemplarinformationen erfahren Sie, wie viele Exemplare eines Titels in der Onleihe vorhanden sind. Jedes Exemplar ist nur jeweils von einer Person ausleihbar. Wenn alle Exemplare ausgeliehen sind („Verfügbar: 0“), können Sie einen Vormerker setzen. Sie werden per E-Mail informiert, wenn der Titel wieder verfügbar ist.
Wenn die Zahl bei „Vormerker“ größer als („0“) ist, haben bereits andere Interessenten den Titel vorgemerkt. Die Angabe bei „Verfügbar ab“ teilt Ihnen tagesgenau mit, wann der Titel wieder zur Verfügung steht."

Unfassbar auf was für Ideen, die Protagonisten der alten Welt doch so kommen.

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Reader Comments (3)

Ob das evt. rechtliche Gründe hat?

Dass die Gesetzgebung mit der technischen Entwicklung nicht mehr Schritt halten kann, zeigt sich ja schon lange.

Mittwoch, Oktober 21, 2009 | Unregistered CommenterChristoph Fausch

Da wurde tatsächlich die Problematik der knappen Verfügbarkeit physischer Medien wie Bücher, einfach ins Netz übertragen, obwohl es da diese Verknappung ja gerade nicht gibt.

Knappheit in Bibliotheken ist Teil des Buchmarktes, online wie offline – wobei online Knappheit wie von Dir erwähnt selbstverständlich nicht zwingend ist. Aber würden tatsächlich noch Bücher gekauft, wenn man sie bei Bedarf jederzeit zum Nulltarif oder sehr preiswert (wie es in öffentlichen Bibliotheken für gedruckte Bücher üblich ist) ausleihen könnte?

Persönlich wäre ich natürlich froh, wenn ich meine Fachliteratur endlich online und bezahlbar nutzen könnte. Die Buchbranche ist leider so rückständig, dass vieles noch nicht online verfügbar ist und falls doch, zu Bedingungen, die nicht akzeptabel sind.

Mittwoch, Oktober 21, 2009 | Unregistered Commentermds

das angebot gibts doch schon: www.onleihe.ch bzw. die seiten der jeweiligen bibliotheken.

Montag, Dezember 7, 2009 | Unregistered Commenternachtflug

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