Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten; ja auch gedruckt. Vorher habe ich PARX, mediaparX und Partekk mit-gegründet, und war zuletzt als Geschäftsführer bei Blogwerk im Einsatz. Zwischendurch werde ich eingeladen, um zu Cloud Computing, Social CRM, Content Marketing, Creative Commons, Free Culture oder den Wandel im Buchmarkt zu sprechen und zu diskutieren. Ich bin leidenschaftlich verzettelt, Mitglied der Piratenpartei, studiere Philosophie an der Open University, habe wohl eine Disposition zum Messie, bin davon überzeugt, dass wir dazu verplichtet sind Empathiefähigkeit und kritisches Denken zu trainieren, und finde dass das Leben zu kurz ist, um offline zu sein.

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« Die "Fettabreibe" gibt's offenbar schon lange | Main | Die Kommunikationstricks der Befürworter der Buchpreisbindung - oder wie ein NZZ Journalist sich einspannen lässt »
Dienstag
Jan102012

SBVV Geschäftsführer bestätigt minimale Auswirkung der Buchpreisbindung

Die Buchpreisbindung wird uns hier in den nächsten Wochen wohl noch öfters beschäftigen.

In einem Interview auf Buchreport.de, publiziert am 16. Dezember 2011, bestätigt Daniel Landolf, der Geschäftsführer des Schweizerischen Buchhändler- und Verlegerverbandes (SBVV) und damit oberster Kampagnenführer der Befürworter der Buchpreisbindung, dass die Annahme des Gesetzes keine grossen Veränderungen mit sich bringen würde. 

Die letzte Frage des Gespräches lautete, ob die Branche einen Plan B vorbereitet hätte, falls das Volk im Referendum am 11. März 2012 das Gesetz ablehnt. Seine Antwort (Auszug):

....Wenn die Volksabstimmung Erfolg hat, verändert sich die Lage gegenüber heute ja nicht dramatisch. Und mit oder ohne Preisbindung, die Branche und damit der Verband stehen sowieso vor vielen großen Herausforderungen, Stichworte dazu sind Digitalisierung oder die für Schweizer Firmen ungünstigen Wechselkurse, um nur zwei zu nennen. Die Preisbindung aber würde Verlagen und Buchhandlungen helfen, diese Schwierigkeiten gestärkt anzugehen. 

Das Gesetz hast also wenig Auswirkungen. Nun, dann würde ich vorschlagen, lassen wir das Gesetz doch bleiben. Denn wenn es nur wenig, also fast nichts bringt, ist es doch völlig übertrieben, einer ganzen Branche ein solches Korsett anzulegen. Dann haben wir zwar ein Gesetz mehr, aber nicht wirklich eine bessere Lage.

Und was in eine Richtung gelten soll, stimmt wohl auch in die andere. Wir können daher am 11. März auch als Freunde des Buches und des Buchhandels guten Gewissens "NEIN" stimmen, denn "die Lage verändert sich ja gegenüber heute nicht dramatisch".

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