Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten; ja auch gedruckt. Vorher habe ich PARX, mediaparX und Partekk mit-gegründet, und war zuletzt als Geschäftsführer bei Blogwerk im Einsatz. Zwischendurch werde ich eingeladen, um zu Cloud Computing, Social CRM, Content Marketing, Creative Commons, Free Culture oder den Wandel im Buchmarkt zu sprechen und zu diskutieren. Ich bin leidenschaftlich verzettelt, Mitglied der Piratenpartei, studiere Philosophie an der Open University, habe wohl eine Disposition zum Messie, bin davon überzeugt, dass wir dazu verplichtet sind Empathiefähigkeit und kritisches Denken zu trainieren, und finde dass das Leben zu kurz ist, um offline zu sein.

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Sonntag
Feb282010

"Eine neue Idee lässt sich nie auf ein bestimmtes Individuum zurückführen." 

Seit ein paar Wochen lese ich hin und wieder im Buch “Grundlagen der visuellen Kommunikation” (Affiliate Link) von Marion G. Müller, dass mir mal in einem Antiquariat in die Hände gefallen ist. Heute nach dem Sonntagsspaziergang setze ich mich also hin und lese ein, zwei Kapitel weiter bis ich, kurz bevor ich das Buch auch schon wieder weglegen wollte, auf folgende Stelle gestossen bin:

Das Leitmotiv von Flecks Wissenschaftstheorie war die Frage nach Entstehung und Entwicklung neuen Wissens. Dabei soziologisiert er die Erkenntnistheorie:

‘Der kollektive Charakter wissenschaftlicher Arbeit bestimmt nicht nur die Ausarbeitung neuer Ideen, sondern auch deren Genese. Er bezieht dabei einen extrem anti-individualistischen Standpunkt: Eine neue Idee lässt sich nie auf ein bestimmtes Individuum zurückführen. Sie entspringt vielmehr der kollektiven Zusammenarbeit, deren Medium der Denkverkehr ist’ (Schäfer/Schnelle 1983: 19).“ 

Das passt doch ganz gut zur Hegemann Diskussion von letzter Woche auf diesem Kanal und ich finde es doch immer wieder interessant zu erleben, wie uns die Ideen zu den Themen die uns gerade Beschäftigen, einfach zu zufliegen scheinen.

Ludwik Flecks “Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache: Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv” (Affiliate Link) werde ich auf jeden Fall asap lesen.