Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten. Weiterlesen...

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Entries in ICT (24)

Montag
Feb122007

Swivel - kollektive Datenspielereien

swivellogo.gifEin Platz für Datenreihen (Data) im Web will Swivel bereitstellen. Mitglieder können beliebige Datensets zur visuellen Darstellung und Auswertung auf die Plattform hochladen, Diagramme (Charts) im Flashformat generieren und diese wiederum an beliebiegen Stellen im Web einbetten. Die Daten können von allen anderen Mitgliedern der Swivel Community auch verwendet werden und mit anderen Datensets zu neuen Diagrammen kombiniert werden. Natürlich fehlen auch die üblichen Communityfunktione wie Ratings, Kommentare usw. nicht.

Der Start-Up wird unter anderem von Hasley Minor unterstützen, dem Gründer von C-NET und einem SaaS-Evangelisten der ersten Stunde. Gemäss Angaben auf der "About Us" Seite ist vorgesehen, dass für Datensets die nicht öffentlich bereitgestellt werden, in Zukunft eine Gebühr erhoben wird.

Um zu demonstrieren, wie einfach das alles funktioniert, habe ich schnell eine Tabelle aus der NZZ am Sonntag von gestern (11.2.2007, S.31) mit den Anzahl Tagen mit 5cm oder höherer Schneedecke in ausgewählten Schweizer Städten eingescannt (Daten von Meteo Schweiz). Das OCR Progamm Abbyy Finereader macht daraus im Handumdrehen eine Excel Tabelle, die ich wiederum auf Swivel hochgeladen habe. Dort wurden sofort automatisch die ersten Diagramme erstellt. Eines finden Sie hier in diesem Post. Ich weiss, das Diagramm ist nicht gerade aussagekräftig, es ging mir hier aber auch nur darum, da Prinzip zu zeigen und Sie zur eigenen Erkundung des Systems zu animieren :-)

Übrigens, unter dem Namen Richchartlive.com wird ein ähnlicher Service angeboten, allerdings ohne Community Funktionen. 

Zurich, Basel, Bern, and Geneva

 

Samstag
Feb032007

Für InfoWeek Leser und Leserinnen: Weitere Links und Infos zu SaaS

In der InfoWeek Nr. 2 vom 5.2.2007 ist ein Artikel zum Thema "Sofware as a Service" von mir erschienen.

Falls Sie weitere Informationen zu den in diesem Beitrag erwähnten Bereichen wie "salesforce.com" oder Multi-Tenant Architektur wünschen, kann ich Ihnen noch folgende Links annbieten:


Wenn Sie sich eine solche Lösung wie salesfore.com einmal ansehen möchten, kommen Sie entweder an einen der Experience Salesforce.com Live Demos von PARX oder Sie melden sich einfach direkt bei mir. Ich werde Ihnen gerne eine Online Demo mit einem Spezialisten organisieren. Sie können mir auch jederzeit eine Nachricht senden, wenn Sie allgemeine Fragen zum Thema haben.

Natürlich würde mich auch Ihre Meinung zum Artikel in der InfoWeek (S.35-38) interessieren. Schreiben Sie mir direkt oder in Form eines Kommentars zu diesem Beitrag.

Sie finden in derselben Ausgabe übrigens auch noch eine aufschlussreiche Fallstudie im Zusammenhang mit einer erfolgreichen Einführung von Salesforce.com in nur 8 Wochen bei der Basler Softwarefirma E2E Technologies (S.39-40).

Disclosure: Ich bin Gründungspartner und Geschäftsführer der PARX AG

Samstag
Jan272007

Endlich ein funktionierender Online Backup Service

mozy_logo.jpgMit mozy.com und mozypro.com hat die Berkeley Data Systems Inc. aus Utah endlich einen Online Backup Service lanciert,  der einfach zu bedienen ist, nicht zuviel kostet und wirklich funktioniert. Nach der Registrierung kann man die Backup Software downloaden und installieren. Dort wird angegeben, welche Ordner bzw. Files gesichert werden sollen und nach welchen Kritierien die Software den Backup jeweils automatisch starten soll. Natürlich dauerte es eine Weile (ein paar Wochen um genau zu sein :-), bis meine 72 Gbyte gesichert waren. Nun, wird aber einfach jeder neue MP3 Song oder jedes neue Foto automatisch im Hintergund nach Mozy kopiert. Andere Daten habe ich ja eigentlich schon lange nicht mehr lokal gespeichert. Es gibt eine Free Version, allerdings mit einer 2 Gbyte Limite und eine Unlimited Version für USD 4.95 pro Monat und pro PC der gesichert werden soll. Bei der mozypro Variante für Unternehmen berechnet sich der Preis aus USD 3.50 pro PC und  USD 0.50 pro Gbyte und pro Monat.

Montag
Okt232006

Ein neues Videokonferenz-Zeitalter bricht an

Leider vorläufig nur für die grösseren Unternehmen erschwinglich. Sieht aber wirklich very fancy aus:

Cisco TelePresence. Weitere Infos auf der Website von Cisco, inkl. einem kurzen Promofilm.

 301941-517890-thumbnail.jpg

 
Die Vorzüge von Videocalls sind enorm. Für kleinere Budgets und 1:1 Gespräche funktioniert Skype mit Video übrigens perfekt. (Gibt es in einer Beta Version mittlerweile auch für den Mac)Und wenn man sich den Gesprächspartner im Vollbild-Modus anzeigt, hat man schon fast das Cisco Feeling :-)

301941-517892-thumbnail.jpg
 

Für Videokonferenzen mit bis zu 4 Teilnehmern eignet sich das Produkt Sightspeed.

Und bald gibt es solche Devices, wie das RoundTable von Microsoft, mit 360° Cam um den Sitzungstisch in einen Videocall zu integrieren.

301941-517889-thumbnail.jpg

(Via CrunchGear und GigaOM

Donnerstag
Okt122006

Innovation on demand - Google und Salesforce sind die Leader

Salesforce kündigt mit Apex eine on-demand Entwicklungsumgebung an, die konsequente Weiterentwicklung der AppExchange Idee. Dadurch wird es noch einfacher werden, Business Applikationen so zu entwickeln, dass die Benützer und die Organisationen sich nicht im die Infrastruktur kümmern müssen.

Google positioniert diverse seiner Angegbote langsam aber stetig als on-demand Alternative zu den diversen klassischen Office Suiten, wie Microsoft Office oder OpenOffice. So sind seit ein paar Tagen die Textverarbeitung Writely und die Tabellenkalkulation Spreadsheets unter einer gemeinsamen Oberfläche verfügbar.

Täglich erscheinen neue Firmen und Produkte auf der Netzfläche die sich dem neuen Software as a Service Paradigma verschrieben haben. Ich spreche nicht von den unzähligen MySpace, Facebook, Del.icio.us, Youtube und Digg Clones, sondern echte Business Applikationen, die die Produktivität des Einzelnen und der Organisation verbessern helfen.

Die Zweifler und Meckerer sind zur Zeit noch in der Überzahl, aber dass ist mit jeder neuen technologischen Entwicklung so. Natürlich gibt es noch viele Hürden zu nehmen und natürlich weisen viele der Produkte noch Kinderkrankheiten auf. Das heisst aber nicht, dass es schon jetzt in vielen Fällen sinnvoller ist damit zu arbeiten, als auf die klassichen Lösungen zu setzen. Ich arbeite zum Beispiel schon seit mehr als 6 Jahren mit Salesforce.com und ich würde nie im Leben mehr zurück zu irgendeinder Act oder Goldmine Lösung wollen. Auch die Google Office Alternativen kann ich nur empfehlen. Am besten arbeiten Sie einfach damit, und schauen einmal, ob und wo Sie in Ihrem Umfeld an Grenzen stossen.

Vergleichen wir einen iPod mit den ersten Phonographen, wäre es doch schade gewesen, wenn sich die Innovatoren der letzten 130 Jahre durch die Zweifler hätten aufhalten lassen.

Software as a Service ist die Zukunft. Innovation findet im Moment vor allem bei on demand Produkten statt. Softwarehäuser und Entwickler die sich dieser Tatsache verschliessen, werden in ein paar Jahren zu den Verlierern gehören. Dannzumal werden es alle heutigen Zweifler immer schon gewusst haben und sie waren auch von Anfang an dabei :-)

Donnerstag
Sep282006

Software as a Service (SaaS) / TCO White Paper der SIIA

Das Software as a Service Executive Counsil der Software & Information Industry Association hat ein leicht verständliches White Paper mit dem Titel "Sofware-as-a-Service; A Comprehensive Look at the Total Cost of Ownership of Software Applications" veröffentlicht.

Das Dokument beleuchtet die wichtige Tasache, dass Software-as-a-Service Angebote nur durch die Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO) mit klassischer Software preislich verglichen werden können.

Die Schlüsselkostentreiber jeder Softwareimplementation sind die Kosten der Softwareapplikation selbst, die Hardwarekosten, und die Kosten für die Menschen die die Software, installieren, betreiben, einführen, supporten, usw. Das ist bei SaaS wie auch bei lokal installierten Lösungen so. Das White Paper erklärt nun unter anderem, warum durch den SaaS Ansatz bei entsprechender Multi-Tenant Architektur ein Kostenvorteil entsteht. Dabei wird auch gezeigt, dass ASP nicht dasselbe wie SaaS ist.

Natürlich sind die Verfasser des Papiers in keiner Art und Weise neutral, sondern sind im Gegenteil aktive Verfechter des Paradigmenwechsels in der IT-Industrie. Es lohnt sich aber auf jeden Fall sich ihre Argumente zu Gemüte zu führen. Nichts Neues zwar, aber alle Fakten gut zusammengetragen. 

Das White Paper wird auch bei Salesforce.com kurz besprochen, oder steht hier als PDF zum download bereit.

Samstag
Sep232006

E-Mail SPAM und die Weisheit der Vielen

spam.gifIm DRS1 Rendez-vouz vom 22. September erzählt Guido Berger von einem neuen Verfahren gehen Spam. Er beschreibt wie Firmen "schwarze Listen", sogenannte Blacklists von IP-Adressen von Servern führen, von denen SPAM verschickt worden war. Diese IP Adressen können dann von den Providern zum sperren der einkommenden Mails benützt werden.

Unabhängig von der Frage ob dieses Blacklist-Verfahren als "neu" bezeichnet werden kann oder nicht (ich bin da anderer Meinung als der Autor), weisst der Beitrag auf ein wichtiges Problem im Zusammenhang mit Blacklists hin. Ein Problem, dass sich übrigens immer stellt, wenn irgendwo sogenannte "schwarze Listen" zum Einsatz kommen:

Wer entscheidet, ob jemand auf eine Blacklist kommt? Wer spielt hier den Richter über gut und böse? Die Welt ist nicht binär und gerade bei den unzähligen SPAM Blacklists zeigt sich sehr gut, dass es einfach sehr viele Eiferer gibt, die immer zur Stelle sind, wenn es darum geht zu richten. Ist man dann einmal auf einer solchen Liste gelandet, ist es dann auch sehr schwer wieder gelöscht zu werden.

Eine andere Möglichkeit als Blacklists zur SPAM-Abwehr zu benützen stellen regelbasierte Systeme dar, wie sie häufig in E-Mail Programmen wie Outlook anzutreffen sind. Doch auch diese haben Ihre Tücken. Ein Beispiel: So ist es zwar so, dass Spam Mails oft HTML-Komponenten beinhalten, die durch den Aufruf von Bildern, die auf bestimmten Servern liegen, sich bestätigen lassen, dass die E-Mail Adresse existiert. Aus diesem Grund deklarieren viele regelbasierte Anti-SPAM Programme solche Mails als SPAM. Nun gibt es aber auch viele Anwendungen derselben Methode, die nichts mit SPAM zu tun haben. Die Feedburner Signatur in meinen E-Mails würde zum Beispiel durch die strikte Anwendung dieser Regel als SPAM-Email deklariert. 

Die Firma Cloudmark, deren Spamfilter ich nun schon seit einigen Jahren benütze, hat hier m.E. das Ei des Columbus gefunden. Cloudmark verwendet zwar letztendlich auch ein Blacklist-Verfahren, allerdings mit dem grossen Unterschied, dass Millionen von Usern diese Blacklist permanent pflegen und diese eher auf die einzelnen Mails als auf den Absender Server angewendet wird. Das bedeutet, wenn immer ein User ein Mail als SPAM deklariert, wird diese deklaration an Cloudmark zurückgemeldet. Wenn genügend User derselben Meinung sind, wird dieses besagte Mail bei allen anderen Usern auch als SPAM deklariert. Genauso verhält es sich im umgekehrten Falle. Wenn ein User ein als Spam deklariertes Mail als unbedenklich meldet, und dass viele andere auch so sehen, wird das Mail aus der Blacklist entfernt. Dabei werden die Meldung der User noch zusätzlich gewichtet. Das heisst, ein User der regelmässig Spammeldungen macht, die von der Mehrheit mitgetragen werden, erhält mehr Gewicht mit seiner Meldung, als wenn er jedesmal korrigiert wird. Zum Beispiel weil er vergessen hat einen Newslette abonniert zu haben und diesen nun einfach als SPAM meldet. Meine und die Erfahrung vieler meiner Kollegen, die das Produkt auch benützen zeigen, dass dieser SPAM Filter am zuverlässigsten die Spreu vom Weizen trennt.

Die Cloudmark Anti-SPAM Lösung ist übrigens ein sehr interessantes Beispiel für eine praktische Anwendung der Ideen aus "Die Weisheit der Vielen"

Freitag
Sep082006

BarCamp in Zürich am 28. Oktober 2006

bacrcamp_zurich.gifBeim Leumund habe ich gelesen, dass am 28. Oktober 2006 an der ETH in Zürich eine BarCamp Veranstaltung stattfindet. Ich habe mich natürlich sofort als Teilnehmer dieses BarCamp Zurich eingetragen und freue mich schon jetzt auf diesen, mit grösster Wahrscheinlichkeit ausserordentlich inspirierenden Samstag.

Ich habe vor, dort etwas zum Thema Software as a Service (SaaS) beizutragen. (Meine bisherigen Beiträge zu diesem Thema)

Montag
Aug282006

Google Apps for your Domain (oder auch Google Web Office)

Wie an verschiedenen Stellen zu lesen ist (siehe Referenzen zu diesem Artikel) hat Google den Hosted Mail Service für die eigene Domain um weitere Anwendungen wie den Google Calendar und den Google Page Creator erweitert. Der Service heisst nun Google Apps for your Domain.

Gemäss einem Artikel auf informationweek.com (via TechCrunch) sollen in kürze auch die Online Textverarbeitung Writely und Google Spreadsheets hinzugefügt werden. Diese langsam aber sicher entstehende Google Web Office Suite ist zuzeit vor allem für kleine Organisationen und Vereine interessant.

Für den professionellen Bereich müsste dann wohl irgendwann ein anderes Businessmodell zum Einsatz kommen. Ich denke da an Abogebühren wie bei Salesforce.com anstelle von Werbung. Mit der Google Search Appliance macht die Firma ja auch seit längerem erste Gehversuche in diese Richtung.

Mit Ideen wie Google Base und den Web Services API's zu den diversen Diensten steht Google auf jeden Fall auch in einer guten Position im Rennen um die Anbieterführerschaft bei der Infrastruktur für Online Applikationen. Und genauso wie es falsch gewesen wäre, Microsoft vor 25 Jahren nur auf das Betriebssystem MS-DOS zu reduzieren, wäre es falsch heute bei Google "nur" eine Suchmaschiene zu sehen.

Allerdings wird es im Web nicht mehr so einfach sein, eine marktbeherrschende Stellung im Applikationsbereich im Stil von Microsoft aufzubauen, weil es diesmal eine wachsame, genügend grosse Entwicklergemeinde und einen Open Source-Zeitgeist gibt, die dafür sorgen, dass Datenformate austauschbar bleiben.

Freuen wir uns auf die kommenden Entwicklungen, es sieht sehr danach aus, dass Sie uns das Leben in der vernetzten Welt erleichtern werden. 

Mittwoch
Aug232006

Die Inbox frei halten? Ja, gerne aber wie? - Teil I - Kontext

Das Schweizerische Produktivitätsinstitut hat auf ihrem Blog eine Checkliste (PDF) mit nützlichen Tipps zum produktiven Umgang mit E-Mails bereitgestellt. Der Tipp Nr.3 heisst: "Halten Sie Ihre Inbox frei". Die meisten Menschen finden diesen Tipp sinnvoll und würden ihn auch gerne befolgen, nur wissen sie nicht wie.

Natürlich können alle E-Mails, die länger als 15 Bearbeitungssekunden benötigen, in einen anderen Ordner verschoben werden. In der Regel ist das Ergebnis dann einfach einer oder mehrere neue Ordner, die die 500 oder mehr E-Mails beinhalten. Die Übersicht geht wieder genauso verloren, wie wenn diese E-Mails in der Inbox liegen würden. Die E-Mails werden weiterhin mehrmals geöffnet, überflogen und wieder zugeklickt. Manchmal wochen-, ja monatelang.

Der Grund dafür liegt darin, dass die Mails immer noch im E-Mail Client liegen und damit ausserhalb des Kontextes der Nachricht.

Wissensarbeit bedeutet heute, gleichzeitig in vielen verschiedenen Kontexten* (oder Themen) zu arbeiten. Diese Kontexte können Projekte sein oder kleinere zusammenhängende Vorhaben, Ideen die noch nicht realisierungsreif sind, Kundenanfragen aller Art, usw.

Neben Mails gehören in der Regel noch weitere Objekte zu diesen Kontexten. Zum Beispiel Personendaten (Kontakte), andere Dokumente wie Word, Exel PDF's, Telefonnotizen, Aufgabenlisten, Termine, delegierte Aufgaben usw.

Meistens sind die von uns eingesetzten Applikationen aber nicht so miteinander verknüpft, dass alle Informationen die zu einem Kontext (Thema) gehören, auch zusammen abgespeichert werden bzw. zusammen sichtbar oder auffindbar sind. So finden wir in den Unternehmen verschiedenste Speicherorte vor: das leidige gemappte Drive, ggf. ein Intranet, das ERP System, vielleicht noch eine CRM Lösung, die Unternehmenswebsite und natürlich den E-Mail Client, oft mit Aufgaben und Terminverwaltung.

Dieser Setup entspricht aber nicht mehr unseren (Wissens-) Arbeitsbedürfnissen. Zu einem ganz bestimmten Kontext (Thema) gehören z.B die Kontakthistorie im CRM System, Preislisteninformationen im ERP, verschiedene Projektfiles auf dem Drive sowie ein paar Checklisten auf dem Intranet und natürlich alle Mails die dazu im Laufe der Zeit eintrudeln bzw. gesendet werden.

Wo wollen Sie in einem solchen Falle die Mails nun ablegen. Es gibt offenbar keinen bessern Ort, als ein passender Ordner im Mailclient. In der Regel werden Sie nun verschiedenste, im jeweiligen Erstellungsmoment sehr systematisch erscheinende Ordnerstrukturen anlegen. Einmal nach Projektnamen, ein andermal nach Nachnamen, Vornamen der Person, dann vielleicht nach Monat und Wochen, usw.

Die Mails bleiben entweder nach kurzer Zeit wieder in der Inbox, oder es entsteht eine vollständig unübersichtliche, sich ständig verändernde Ordnerstruktur, welche genauso regelmässig durchgeklickt wird, wie früher die Inbox.

Es gibt eine sinnvolle Lösung für dieses Problem: Es braucht einen übergeordneten Container für alle "Dinge" die zu einem bestimmten Kontext (Thema) gehören und es braucht eine einfache Lösung um alle Mails, ob eingegangene oder gesendete zu diesem Kontext abzuspeichern.** Erst dann werden die Menschen ihre Inbox wirklich frei halten können. Weil sie dann in der Lage sind, die oft mit einem Mail verbundene Planung des nächsten Schrittes zum Kontext zu speichern und nicht zur Nachricht. Dies wiederum verschafft die Sicherheit nichts zu vergessen. (Und diese meine ich im Gegensatz zum Kontextbegriff sehr wohl im Sinne von David Allen --> siehe unten)

Eine solche Lösung erlaubt es jedes Mail einmal zu öffnen, es kurz zu lesen, und im Falle dass es nicht in 15 Sekunden erledigt werden kann, per einfachem Mausklick dem Kontext hinzuzufügen und sich ggf. eine Aufgabe (natürlich auch innerhalb dieses Kontextes) zu erstellen und diese zu planen. Oder sie erlaubt eine Antwort zu schreiben und diese nach dem Versand automatisch und inkl. der ursprünglichen Nachricht zum Kontext zu speichern. Solche Mails sind auch gleich archiviert und können danach ohne mit der Wimper zu zucken in der Inbox gelöscht werden. Solche Mails finden Sie auch immer wieder, denn den Kontext und die Kontakte vergessen Sie in der Regel nicht.

Ich weiss, diese Lösungen sind noch dünn gesägt, aber es gibt sie. In einem nächsten Beitrag werde ich Ihnen ein Beispiel zeigen.


*Der Begriff Kontext, wie er hier benützt wird ist nicht zu verwechseln mit David Allens Kontextbegriff in Getting Things Done

**Eine andere Lösung besteht darin, eine Volltextsuche bereitzutellen, die alle verfügbaren Inhaltsspeicher miteinbezieht. Der Kontext wird dann durch den Zusammenhang der Sucheregbnisse hergestellt. Dieser Weg ist. m.E. nur der Zweitbeste, in der Realität aber oft der einzig mögliche.