Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten; ja auch gedruckt. Vorher habe ich PARX, mediaparX und Partekk mit-gegründet, und war zuletzt als Geschäftsführer bei Blogwerk im Einsatz. Zwischendurch werde ich eingeladen, um zu Cloud Computing, Social CRM, Content Marketing, Creative Commons, Free Culture oder den Wandel im Buchmarkt zu sprechen und zu diskutieren. Ich bin leidenschaftlich verzettelt, Mitglied der Piratenpartei, studiere Philosophie an der Open University, habe wohl eine Disposition zum Messie, bin davon überzeugt, dass wir dazu verplichtet sind Empathiefähigkeit und kritisches Denken zu trainieren, und finde dass das Leben zu kurz ist, um offline zu sein.

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Mittwoch
Jul222009

Der Vergleich der Piraten Partei mit der früheren Internet Partei hinkt gewaltig

Es war natürlich abzusehen, dass die vor kurzem gegründeten Piraten Partei Schweiz mit der Internet Partei der 90er Jahre verglichen wird, wie wir zum Beispiel im Blog von Anubis nachlesen können.

Dieser Vergleich hinkt allerdings gewaltig. Die Internet Partei stand nicht für politische Inhalte, sie wollte eher die Methoden bzw. Prozesse der politischen Meinungsbildung durch Internet Werkzeuge verändern. Politische Parteien müssen aber Meinungen konsolidieren und diese dann durchzusetzen versuchen. Das hat die Internet Partei damals nicht verstanden. Darum ist sie auch innert kurzer Zeit wieder von der Bildfläche verschwunden.

Die Piraten Partei Schweiz dagegen steht für politische Inhalte bzw. Forderungen. Diese sind zwar noch nicht einfach auf der Links-Rechts Skala einzuordnen, und das kann verwirren. Auf jeden Fall aber wollen die Piraten einige ziemlich schwerwiegende Veränderungen unserer Gesellschaft und unseres Rechtssystem erreichen, beziehungsweise die einschneidenden Pläne von Etatisten und Oligopolisten der Contentindustrie durchkreuzen. Das sind im Gegensatz zur früheren Internet Partei wirkliche politische Inhalte, und diese zu disktutieren ist äusserst sinnvoll und wichtig.

PS: Wer es genauer wissen will, kann sich hier mal die Statuten der Piraten Partei Schweiz ansehen und diese mit den Statuten der damaligen Internet Partei vergleichen.

PPS: Es gibt übrigens noch eine weitere solche eher unpolitische Partei, wie die frühere Internet Partei, die Online Partei, die eigentlich eher ein Verband sein sollte.