Andreas Von Gunten

Ich mag Bücher und das Internet. Deshalb versuche ich derzeit mit «buch & netz», einem Buch & Online Verlag, zu zeigen, dass es sinnvoll ist, Bücher unter einer Creative Commons Lizenz ins Web zu publizieren und diese gleichzeitig in allen anderen Formaten, die sich die Lesenden wünschen, anzubieten; ja auch gedruckt. Vorher habe ich PARX, mediaparX und Partekk mit-gegründet, und war zuletzt als Geschäftsführer bei Blogwerk im Einsatz. Zwischendurch werde ich eingeladen, um zu Cloud Computing, Social CRM, Content Marketing, Creative Commons, Free Culture oder den Wandel im Buchmarkt zu sprechen und zu diskutieren. Ich bin leidenschaftlich verzettelt, Mitglied der Piratenpartei, studiere Philosophie an der Open University, habe wohl eine Disposition zum Messie, bin davon überzeugt, dass wir dazu verplichtet sind Empathiefähigkeit und kritisches Denken zu trainieren, und finde dass das Leben zu kurz ist, um offline zu sein.

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Donnerstag
Jun142007

bauforschungonline.ch - "the long tail" lässt grüssen

bfologo.gifEin Freund von mir ist an einem Projekt beteiligt, dass ich allen, die an Architektur und Städtebau interessiert sind, wärmstens empfehlen möchte.

Die Website heisst bauforschungonline.ch und "präsentiert Aufsätze, Lizentiatsarbeiten, Dissertationen und aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Architekturgeschichte, Denkmalpflege, Archäologie, Städtebau und Architekturkritik" (eigene Beschreibung der Betreiber).

Schon jetzt sind diverse interessante Beiträge wie zum Beispiel "Der steinige Weg zum ersten Hochhaus der Schweiz" von Robert Walker online, und es werden laufend mehr.

Die Plattform hat auch schon einige Resonanz in den entsprechenden Fachmedien erfahren dürfen, wie im lezten Newsletter berichtet wurde. So wurde zum Beispiel in der renomierten Zeitschrift "Hochparterre" oder auch in "Kunst & Architektur in der Schweiz" darüber geschrieben.

Wir haben es hier mit einem typischen "long tail" Phänomen zu tun. Das Fachgebiet von bauforschungonline.ch ist eine Nische. Vor dem Internet Zeitalter, konnten solche Arbeiten nur mit viel höheren Kosten veröffentlicht werden und die "Reibungsverluste", um die potentiel interessiere Leserschaft zu erreichen, waren enorm. Das heisst viele interessante Arbeiten wurden nicht veröffentlicht oder dann nur in Kleinstauflagen für die Fachbibliotheken, wo sie für den interessieten Laien nur schwer erreichbar waren.

Das ist doch ein wunderbares Beispiel dafür, was passiert, wenn initiativen Menschen die Publikationsmittel direkt in die Hände gelegt werden und die "Gatekeeper" in Form von Kapital und Autorität verschwinden. 

Ich liebe diese anarchische Seite des Mediums mit dem Namen Word Wide Web :-)